Auch Betreiber verbessern Systeme

Ein Kernthema ist die betreibereigene Weiterentwicklung der für eine „definierte Produktion“ eingesetzten technischen Systeme. Diese ambitionierten Aktivitäten basieren auf Erfahrungen, die Betreiber ihrer Kernkompetenz zuordnen. Gegebenenfalls wird neben dem Produktionsbetrieb sogar die komplette Herstellung der benötigten Produktionssysteme in eigener Regie betrieben. Und damit mutiert ein Betreiber beispielsweise zum Maschinen- oder Anlagenbauer. Sicherlich sind solche Diversifikationen aber nur für größere Betreiberunternehmen realisierbar, evt. sogar nur auf einer Konzernebene.

Wenn sich ein Produktionsunternehmen für die eigene Herstellung seiner Produktionssysteme entschieden hat, wird es ganz besonders auf höchst betriebssichere Komponenten achten. Auch wird dabei keine Anwendung integriert, die man gemeinhin als „nice to have“ bezeichnet. Und vielleicht ist das ja auch der eigentliche Beweggrund für Entwicklungen in Eigenregie: Der Wunsch, größtmögliche Standardisierung sicherzustellen, auf „overengineering“ ganz bewusst zu verzichten, und ausschließlich nach individuellen Vorstellungen die Weiterentwicklung solcher System zu betreiben. Dass mit der eigenen Konzeption der benötigten Systeme der Umfang von Instandhaltung nicht nur überschaubarer wird sondern insgesamt auch reduziert werden kann, liegt auf der Hand.

Ob Betreiber ihre „Eigenfabrikate“ auch am Markt anbieten oder diese nur in eigenen Produktionsstätten einsetzen, ist eine ganz andere Frage. Gleichwohl ist eine für mehrere Produktionsstätten verantwortliche, interne Instandhaltung mit einem extern organisierten Service annähernd vergleichbar: auch wenn die Rahmenbedingungen andere sind.

Quelle: EUROFORUM Deutschland GmbH; 10. Euroforum-Konferenz für das Instandhaltungsmanagement; Berlin, 09.11.2005

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