Betreiber und ihr unternehmerisches Risiko
Der Hauptpunkt, auf den Betreiber neben den klassischen Serviceangeboten ansprechbar sind, liegt sicherlich auf dem Gebiet der Risikoabdeckung. Jedenfalls erscheint es lohnenswert, dass sich der externe Service intensiv um die teilweise oder auch vollständige Übernahme des Betreiberrisikos bemüht. Hierzu gehört beispielsweise, dem Betreiber ein planbares Service-Budget zu ermöglichen, Know-How-Transfer festzulegen oder eine Risikoverteilung vorzusehen.
Für eine definierte System-Nutzung kann eine Pauschale fixiert werden. Dafür übernimmt der externe Service sämtliche operativen und administrativen Aktivitäten, einschließlich der anfallenden Ersatzteile, die für die Betriebsbereitschaft dieses Systems erforderlich sind. Und dabei ist die Verfügbarkeit garantiert. Ist bei Neuinstallationen der Herstellerservice zunächst unverzichtbar, kann eine sukzessive Übernahme der Verantwortung durch die internen Instandhaltungsmitarbeitern vorgesehen werden.
Der Betreiber sieht ein solches Abkommen über eine bestimmte Zeit also nur als Übergangsphase zum Training für die eigenen Mitarbeiter an. Klares Ziel ist dabei, den externen Service zum „Zeitpunkt X“ durch die eigenen Mitarbeiter wieder abzulösen, wenn diese die erforderliche Servicekompetenz erlangt haben. Das schließt weiterführende Leistungen des externen Service nicht aus, sie müssen nur der Situation angepasst sein.
Um die Sicherheit am Markt abzudecken, sind auch Zusammenschlüsse zwischen Betreiber- und Serviceunternehmen zu Joint Ventures ohne weiteres denkbar. Wenn Serviceerfahrung mit Anwender-Know-How so eng gekoppelt wird, können sich solche Partnerschaften durchaus erfolgreich entwickeln.
Thematisiert auf der 10. Euroforum-Konferenz für das Instandhaltungsmanagement 2005; von der EUROFORUM Deutschland GmbH
