Erkennen des Auftragspotenzials

Mit dem Wissen über die Strukturen von Instandhaltungsorganisationen hat der externe Service bereits wertvolle Hinweise in der Hand, die ihm bei der Gestaltung von Serviceangeboten behilflich sein können. Jede Organisationsform birgt nämlich nicht nur Vorteile sondern auch Nachteile, die von Betreibern auch benannt werden. Und jeder Nachteil birgt den Wunsch nach Veränderung in sich, und ist damit Ansatzpunkt für eine Dienstleistung.

  • So sehen Betreiber bei einer Instandhaltung, die nach Systemkategorien zentral organisiert ist beispielsweise den Nachteil, dass der Systemanwender keinen direkten Ansprechpartner am Betriebsort hat und damit auch die Transparenz des Systembetriebes zu wünschen übrig lässt. Das ist plausibel. Und deswegen wird im externen Service die Kundennähe schon seit geraumer Zeit als eines der schlagkräftigsten Argumente gehandelt.
  • Ist die Instandhaltung nach Systemkategorien dezentral organisiert, wird von Betreibern beispielsweise der Nachteil ausgemacht, dass übergreifende Maßnahmen nur schwierig umzusetzen sind: Etwa im Hinblick auf die Kostenkontrolle des Gesamtbudgets. Das ist eine Steilvorlage für den externen Service. „Wir bieten vollständige Kostentransparenz“, lautet die entsprechende Botschaft.
  • Sind Instandhaltungsmitarbeiter den einzelnen Betriebsbereichen direkt zugeordnet wird es für die Betreiber noch problematischer. Denn sie erkennen beispielsweise, dass bei dieser Konstellation Systemspezialisten in der Instandhaltung rar werden. Damit sehen sie gleichzeitig ein Ansteigen des „Fremdservice“ auf sich zukommen. Hierbei sind also vertrauensbildende, attraktive Angebote des externen Service gefragt.
  • Ist die Instandhaltung nach Systemkategorien zentral organisiert und außerdem nach Betriebsbereichen unterteilt, verweisen Betreiber auf den Nachteil, dass dadurch die Anzahl der erforderlichen Mitarbeiter steigt. Und trotzdem könnten innerhalb der einzelnen Bereiche leicht Personalengpässe entstehen. Externer Service kann hier also mit Angeboten punkten, die Spitzen oder Engpässe abdecken.

Quelle: EUROFORUM Deutschland GmbH; Euroforum-Konferenz für das Instandhaltungsmanagement; Berlin, 09.11.2005

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