Instandhaltung fokussiert Systemdaten
Forcierter Trend ist die zustandsorientierte Kontrolle von Bauteilen. Das geht nicht mit jeder Komponente, denn es gibt auch solche mit Spontanausfällen und Komponenten, die keinem Verschleiß unterworfen sind. Es gilt also, zuverlässige Daten über den Zustand von relevanten Bauteilen zu sammeln, denn nur damit lassen sich auch zuverlässige Prognosen über kritische Veränderungen erstellen und diese beherrschbar machen.
Wo kommen diese Daten her? Da sind zunächst die in jedem Fall verfügbaren Betriebsdaten technischer Systeme. Aber auch der tägliche Umgang der Bediener mit ihren technischen Systemen ist eine hervorragende Datenquelle, die Störpotential als abgesicherte Erfahrungswerte aufzeigt. Und diese Erfahrung hat Einzug in die Fuzzy Logik gehalten und wird dort mittels diversen wissensbasierten Verfahren ausgewertet. Natürlich werden auch physikalische Zusammenhänge und statistische Verfahren genutzt.
Es geht also darum, in Modellverfahren Erkenntnisse, Zusammenhänge und Erfahrungswerte darzustellen und diese mit Istzuständen zu vergleichen; um daraus dann die richtigen Schlüsse zu ziehen. Außerdem ist natürlich auch der Hersteller mit seinem Fachwissen eine hervorragende Quelle, um zustandsorientierte Instandhaltung zu optimieren. Denn schließlich sollen technische Erzeugnisse auch weiterentwickelt werden.
Hilfreich für eine zustandsorientierte Instandhaltung ist eine Organisation, die nach dem „mechatronischen Ansatz“ vorgeht. Hierbei werden die einzelnen mechanischen, elektronischen und informationstechnischen Komponenten eines technischen System ganzheitlich betrachtet.
Quelle: DKIN - Deutsches Komitee Instandhaltung e.V.; Fachkongress Stand und Perspektiven der Instandhaltung; München, 20.- 21.10. 2005
