Instandhaltung im Training

Instandhaltern ist klar, dass von ihnen nachhaltiges Arbeiten erwartet wird. Dabei werden sie auf einen Dienstleistungsprozess eingestimmt, der genau diese Nachhaltigkeit hervorbringen soll. Und so wird dann beispielsweise ein betriebsinternes Dienstleistungssystem trainiert, das von ausgesuchten Mitarbeitern gestützt und vorangetrieben wird. Gesucht werden „Visionäre, Betreuer, Initiatoren, Mentoren“ etc. , die ihren Beitrag einbringen, um „Business Excellence“ zu erreichen.

Es geht dabei aber nicht nur um die Instandhaltung technischer Systeme, sondern auch um alle angrenzenden Aktivitäten, die den Betrieb technischer Systeme in irgendeiner Form beeinflussen. Diese Aktivitäten entsprechen genaugenommen den Serviceangeboten, die vom externen Service als „Mehrwertleistungen“ angepriesen werden und ergänzend zu den „klassischen“ Serviceleistungen für Umsatz sorgen sollen.

In der Beraterszene wähnt man betriebsinterne Dienstleister jedenfalls noch im Tagestrott, aus dem sie herauszuholen sind: Dienst nach Vorschrift hat ja nun rein gar nichts mit Service zu tun. Und zur entsprechenden Motivation lassen sich die Beraterunternehmen im Auftrag der Unternehmensleitungen einiges einfallen. Nicht zuletzt wird der Erfolg an ein Prämiensystem gekoppelt.

Da geht es um Patenschaften für bestimmte „Objekte und Prozesse“. Es soll ein Verantwortungsgefühl für anvertraute Werte geschaffen werden. Und es sollen zwischen internen Kunden und internen Dienstleistern Leistungsversprechen vereinbart werden, die es zu überprüfen und zu optimieren gilt. In welchem Verhältnis dieser Aufwand zu alternativen Servicevereinbarungen mit externen Serviceorganisationen steht sei dahingestellt.

Quelle: EUROFORUM Deutschland GmbH; 10. Euroforum-Konferenz für das Instandhaltungsmanagement; Berlin, 09.11.2005

Artikel abgelegt unter: Beratung, Instandhaltung, Prozess, Team