Kontinuität der Verbesserungen
Betreiber technischer Systeme tun einiges, um ihre Mitarbeiter auf eine gemeinsame Aktionsplattform zu heben. Es gibt die unterschiedlichsten Ansätze, die bewirken sollen, dass alle an einem Strang ziehen: und auch in einer Richtung. Die Beachtung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird immer wieder angemahnt, mit Variationen. Beispielsweise werden „Stoppschilder“ kreiert: Das sind solchermaßen gekennzeichnete Formblätter, die „vermeintliche“ Missstände zu deren Korrektur aufnehmen sollen. Welchen Vorschlägen entsprochen wird, hängt dann von einem Gremium ab.
Mitarbeiter werden mobilisiert, um den Betrieb ihrer technischen Systeme immer reibungsloser zu gestalten. Sie sollen auf Zustände achten, die Abläufe behindern, diese reklamieren und Verbesserungen vorschlagen. Betreiber kämpfen dabei auch gegen Betriebsblindheit, Ablehnung von Verantwortung und missbräuchliche Ausnutzung der Situation, um persönliche Interessen durchzusetzen. Was trainiert werden soll, ist bei externen Dienstleistern und im Herstellerservice bewährtes Programm. Und der externe Service steht bereit, seiner Kundenorientierung durch entsprechende Aufträge gerecht zu werden.
Externer Service wird in seiner neutralen Funktion als Beobachter von Systemanwendungen zu wenig berücksichtigt. Aus dieser Position heraus sind objektivere Analysen möglich, als dies von den unmittelbar betroffenen Mitarbeitern eines „Produktionsbetriebes“ erwartet werden kann. Um eingefahrene Annwendungsmuster aufzubrechen und Korrekturmaßnahmen aufzuzeigen bedarf es der unvoreingenommenen Stellungnahme. Und wenn sich hieraus die Verbesserung eines technischen Systems als solches abzeichnet, kann gegebenenfalls auch die Herstellerkompetenz ausgespielt werden.
Quelle: EUROFORUM Deutschland GmbH; 10. Euroforum-Konferenz für das Instandhaltungsmanagement; Berlin, 09.11.2005
