Störungen und ihr Risikopotenzial

Betreiber fürchten technische Störungen ganz besonders, wenn nicht klar ist, mit welchen Auswirkungen sie insgesamt behaftet sind. Dabei geht es nicht nur um den teuren Stillstand von technischen Systemen mit unkontrollierten Betriebsunterbrechungen sondern auch um gravierende Folgeschäden im Umfeld: Im schlimmsten Fall um Personenschäden. Es geht aber auch um Risiken, die vernachlässigbar sind.

Bei der risikobasierten Instandhaltung wird versucht, jedem Risiko mit der wirtschaftlichsten Methode zu begegnen. Dazu werden technische Systeme auf ihre einzelnen Komponenten „heruntergebrochen“ und auf ihr Risikopotential hin untersucht. Standzeit und Instandsetzungsdauer dieser Komponenten bestimmen die Verfügbarkeit. Letztlich will ein Betreiber also wissen, wie oft eine Komponente ausfallen kann, und wenn sie ausfällt, welchen Schaden sie dann verursacht und in welchem Ausmaß. Ist das Risiko geringerer Natur, haben auch Instandhaltungsaktivitäten eine geringere Bedeutung: mit entsprechendem Einsparungspotential. Ist das Risiko jedoch als bedrohlich erkannt, ist der Betreiber veranlasst zu überlegen, womit es zu reduzieren ist.

Maßnahmen zur Reduzierung von Risiken haben ihren Preis. Und idealerweise ist dieser Betrag geringer als der Wert der damit erzielten Risikominderung. Es gilt hier also, eine Auswahl unter den verfügbaren Methoden zu treffen und beispielsweise „spezifischen Inspektionen“ einer „aufwändigen Ersatzteilvorsorge“ den Vorzug zu geben.

Quelle: EUROFORUM Deutschland GmbH; 10. Euroforum-Konferenz für das Instandhaltungsmanagement; Berlin, 09.11.2005

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