Wirtschaftlich instandhalten
Instandhaltungsmitarbeiter der Betreiber haben „immer etwas zu tun“, ist ein gängiges Schlagwort. Dazu mag beitragen, dass Bauteile gegebenenfalls in mühevoller Kleinarbeit repariert werden anstatt diese komplett auszutauschen. Offenbar ist die Nutzung fixierter Arbeitszeit in manchen Instandhaltungsorganisationen mehr anerkannt als die Orientierung an wirtschaftlichen Gesichtspunkten.
Auch die oft geäußerte Meinung, dass Instandhaltungsmitarbeiter der Betreiber lieber Störungen beseitigen als Wartungen durchführen soll angemerkt werden. Doch auch hier ist ein Bezug zum Wunsch nach Anerkennung herzustellen; denn diese ist nach einer erfolgreichen Entstörung zu erwarten, weniger bei einer Wartung, die den „Betrieb stört“ und in einem zeitlich fixierten Rahmen abgeschlossen sein muss.
Außerdem gibt es Untersuchungen, die belegen, dass bei der Instandhaltungs-Eigenleistung der Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis oft zu hoch ist. Zweifelsfrei gilt daher in jedem Fall, dass auf Dauer keine Instandhaltungsorganisation den Vergleich mit externen Dienstleistungs-Wettbewerbern scheuen darf. Die so „Beurteilten“ sehen das naturgemäß etwas anders. "Alles ist besser, wenn es selbst gemacht wird", sagen die Eigeninstandhalter : Das Know-How, die Qualität , die Qualifikation. Und außerdem sei es nur eine Frage der Zeit, wann der vermeintliche Kostenvorteil der Dienstleister in das Gegenteil verkehrt wird.
Quelle: KIW Kompetenzzentrum Instandhaltung; Fachtagung Outsourcing der Instandhaltung; Weinheim, 17.-18.11. 2005
