Betreiberservice forciert Systemoptimierung

Betreiberservice konzentriert sich auf den gewünschten Output der eingesetzten Systeme. Diese werden in dem Maße kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert, wie es für den störungsfreien Betrieb förderlich ist und dem Betreiberservice operative Kosten spart; denn Störungen gehen ausschließlich zu Lasten des Betreiberservices. Während dieser Zeiträume ist keine Nutzung möglich und folglich auch keine Vergütung realisierbar.

Der Betreiberservice muss sich also etwas einfallen lassen, um Ausfälle zu verhindern: Der große Modultausch, aber auch der komplette Systemtausch ist wahrscheinlicher als im regulären Servicevertragsverhältnis. Und auch die generelle Ablösung eines Systems durch ein Nachfolgemodell folgt der Entscheidung des Betreiberservices entsprechend einer Rentabilitätsbetrachtung: Verbesserte Nutzungsmöglichkeiten neuerer Systeme wirken entlastend. Und aus diesem Grund ist der Betreiberservice daran interessiert, die Neukonzeption von Systemen gegebenenfalls zu beschleunigen.

Trotzdem sind Systemverbesserungen innerhalb einer Betreiberkooperation besonders kritisch zu überprüfen, denn Fehlentscheidungen haben unmittelbare Auswirkungen auf die Vergütung. Daher sollte auch nicht jedes sich bietende Verbesserungspotenzial überstürzt in Angriff genommen werden: Es muss klar sein, was eine solche Realisierung tatsächlich pro Jahr an Einsparungen bringen soll. Und es muss ermittelt werden, wie hoch das finanzielle Risiko ist, wenn die vermeintliche Verbesserung den Ansprüchen doch nicht standhält.

Quelle: EUROFORUM Deutschland GmbH; Konferenz für Betreibermodelle im Maschinen- u. Anlagenbau; Frankfurt, 29.09.2006