Betreiberservice übernimmt die volle Verantwortung
Service ist darauf ausgerichtet für seine Kunden möglichst viel Verantwortung zu übernehmen. Um möglichst viele Aktivitäten will sich der Service kümmern, und damit seinen Kunden Freiräume schaffen. Was liegt näher, als diese Ausrichtung auch auf kundenspezifisches Risiko auszudehnen. In Vollserviceverträgen wird bereits über eine Pönale ein Systemstillstand geahndet und damit eine gewisse Risikobeteiligung vereinbart; aber ein Betreiberservice geht weit darüber hinaus.
Der klassische technische Service bezieht sich auf Systeme, die sich im Besitz des Kunden befinden. Entscheidet sich der Kunde für einen Betreiberservice, dann werden technische Systeme auch auf einer Betreiberbasis zur Verfügung gestellt; und der Kunde muss nicht investieren. Dabei umfasst die Erfüllung eines entsprechenden Betreibervertrags im Prinzip sämtliche Leistungen, die auch im Rahmen eines Vollservicevertrags erforderlich werden.
Allerdings reduzieren sich die Servicestandards eines Betreibervertrag auf den wirtschaftlichen Erfolg. Und demzufolge wird Betreiberservice dann vergütet, wenn das Ergebnis, also der Output des Systems den Vereinbarungen entspricht, eventuell sogar in Abhängigkeit von Schwankungen des Marktes. Dabei ist die Vergütung des Systemoutputs als Nutzungsergebnis auf jedes beliebige technische System anwendbar.
Das erwartete Ergebnis muss lediglich genau zu definieren und überprüfbar sein, insbesondere was den Qualitätsanspruch betrifft. Welche Anstrengungen der Serviceanbieter hierzu unternehmen muss, ist für den Betreiber zweitrangig, wenn überhaupt von Bedeutung: Folgerichtig erhöht sich für den Betreiberservice dann auch das unternehmerische Risiko.
Quelle: EUROFORUM Deutschland GmbH; Konferenz für Betreibermodelle im Maschinen- u. Anlagenbau; Frankfurt, 29.09.2006
