Wenn Unternehmen den Standort verlagern

Der Bedarf an technischen Dienstleistungen entsteht dort wo technische Systeme genutzt werden. Und daher ist es insbesondere „der Herstellerservice“ schon länger gewohnt, betreibernahe Stützpunkte auf internationaler Ebene einzurichten. In dieser Hinsicht macht es für den Service auch keinen Unterschied, wenn im Zuge der Globalisierung Produktionsstandorte verlagert werden.

Eine einschneidende Veränderung ist erst dann gegeben, wenn sich auch „die Servicezentrale“ einem Standortwechsel unterziehen muss oder an neuen Standorten eine eigenständige Servicekompetenz aufgebaut wird. Unternehmensnahe, externe Dienstleister merken Produktionsverlagerungen sofort. Die Geschäftsgrundlage am alten Standort ist unter Umständen verloren. Für die Verlagerung von Produktionsstandorten werden natürlich „gute Gründe“ angeführt: In erster Linie verspricht sich das Herstellerunternehmen davon einen verbesserten Marktzugang und stärkere Kundenbindungsmöglichkeiten.

Natürlich kann auch ein niedriges Lohnniveau entscheidend sein. Alle diese Überlegungen sind erfolgreichen Herstellerservices nicht unbekannt. Insbesondere profitiert man im internationalen Service durchaus von lokalen Personalkosten, ohne deswegen „den Servicepreis“ zwingend auf gleiches Niveau zu bringen. Dass sich das in den Entwicklungsmärkten China und Indien anders gestaltet, hat sich bereits gezeigt.

Quelle: Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH / EUROFORUM Deutschland GmbH; 4. Handelsblatt Jahrestagung Maschinen- und Anlagenbau

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