Kooperation entwickelt sich

In den verschiedenen Stadien einer Kooperation kommt es immer darauf an, dass kein Partner übervorteilt wird. Die Suche nach Kooperationspartner entspringt etwa dem Wunsch nach Servicepräsenz vor Ort. Aus diesem Grund sucht auch Verizon, ein USamerikanischer TK-Anbieter, nach Service-Partnern im europäischen Markt. Auf der anderen Seite suchen natürlich auch potenzielle Servicepartner nach geeigneten Produkten, die sie betreuen können. So übernimmt SAV NETWORK als technischer Dienstleister, die Wartung und Instandsetzung von Industrieanlagen in Frankreich; und zwar für ausländische Importeure, die in Frankreich über keinen eigenen technischen Kundendienst verfügen.

Bestehende Servicekooperationen, die funktionieren, haben Potenzial sich auszuweiten. Diese Option ergreift die ComBase Austria in Bezug auf Sharp. Zusätzliche Leistungen der ComBase sind hierbei: Logistik-, Reparatur- und Kundenservices, eine zentrale Hotline für Endkunden und eine weitere für österreichische Fachhändler.

Wenn es gelungen ist, einen neuen Servicpartner zu integrieren, ist das immer auch der Beginn eines längeren Anpassungsprozesses. Möglicherweise auch bei Marlink. Dieses Unternehmen hat als internationaler Marktführer im Bereich der Satellitenkommunikation seine Kapazitäten im Bereich des Systemeinbaus und der technischen Dienstleistungen im asiatisch-pazifischen Raum erweitert: Mit NorskMarine Electronics wurde ein neuer Partner für den technischen Service und die technische Betreuung gewonnen.

Sicherlich werden Kooperationen auch aufgelöst. So hat die Analytik Jena AG den Kooperationsvertrag mit der Rigaku Corporation aufgehoben, die allerdings ausschließlich für den Vertrieb zuständig war. Jedenfalls hat jetzt die japanische Analytik Jena Japan K.K. ihre Arbeit im Vertrieb und After Sales Service für Analysesysteme aufgenommen. Ein Tochterunternehmen wurde also einem Servicepartner vorgezogen.

Quelle: Marktereignisse in 2006

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