Kooperation lebt von Support
Wenn Kooperationspartner erfolgreich sein sollen, müssen sie entsprechend unterstützt werden. Hierzu zählen sämtliche Maßnahmen, die den Partnern das Leben leichter machen.
Aufwändige, administrative Vorgaben sind auch für Partner hinderlich und sollten sich daher auf das Notwendigste beschränken. So hat Casio beispielsweise seinen Händlersupport für Digitalkameras optimiert: Mit einer "Reparatur zum Festpreis", basierend auf drei Tarifen. Reparaturen sind so schneller und reibungsloser auszuführen.
Wenn Hersteller in die Insolvenz gehen, sieht es nicht so gut aus für die Händler, die Garantieverpflichtungen zu erfüllen haben. Wurden die Produkte aber nicht direkt vom Hersteller sondern von einem Distributor erworben, besteht die Möglichkeit, dass dieser hilfreich einspringt. So, wie das Unternehmen Aetka, das ihre Fachhandelskooperationen unterstützt, den Service für die Mobiltelefone des insolventen BenQ Mobile in Deutschland aufrechtzuerhalten. Gegebenenfalls führen Unternehmen auch direkte Gespräche mit dem Insovenzverwalter, wie das T-Mobile vorgesehen hat. Zu klären waren Fragen zu Kundenservice und Ersatzteilversorgung, um die Gewährleistungspflicht für BenQ Mobile-Produkte weiterhin erfüllen zu können.
Kooperation kann auch bedeuten, für die Partner Kompatibilitätsprüfungen von Fremdprodukten durchzuführen. Hierzu hat Symbol als Systemanbieter für „ Unternehmensmobilität", sogar Servicezentren für Händler und Kunden eröffnet. Ziel ist, die Kompatibilität der Anwendungen von Drittanbietern mit den Produkten von Symbol zu überprüfen und zu bescheinigen. Und sicherlich sind auch Kooperationen mit Behörden erforderlich. Beispielsweise, wenn die BASF wichtige Großanlagen abstellen möchte, zum Zwecke behördlich vorgeschriebener Anlagerevisionen.
Quelle: Marktereignisse in 2006
