Mitarbeiter unter Beobachtung
Mitarbeiter stehen unter Beobachtung, - wer hätte das für möglich gehalten? Nein im Ernst, - Mitarbeiter werden schon immer beobachtet. Und dass sie dabei per Videokamera überwacht werden, ist auch nicht überraschend, zumindest in einschlägigen Verkaufsräumen. Solche Kameras sind zwar primär für Kunden gedacht, aber Verkäufer halten sich ja normalerweise in deren Nähe auf. Dass Videoüberwachung in bestimmten Unternehmen auch im sanitären Bereich stattgefunden haben soll, kannte man allerdings bislang nur aus den Simpson-Comics.
Überwachung ist variationsreich. Sicherlich werden auch Gespräche in Callcentern zu Zwecken der „Nachschulung“ aufgezeichnet. Und vielleicht sitzt der Inhaber eines Unternehmens nur deswegen mitten im Großraumbüro, weil er seinen Mitarbeitern nicht traut. Für jeden Fliessbandarbeiter waren die Zeitnehmer in den Fabrikhallen schon vor Jahrzehnten rote Tücher. Und die Einsatzkontrolle mit mobiler Leistungserfassung des Außendienstes entspricht heutzutage dem Stand der Technik.
Jedes Bewerbungsgespräch ist gespickt mit sehr persönlichen, vielleicht sogar indiskreten Fragen. Jeder Bewerber wird taxiert, und das setzt Beobachtung voraus. Im Job kommt das Ranking hinzu. Man muss doch wissen, wer die wertvolleren Mitarbeiter sind. Das ist wohl so, und man kann das über anspruchsvolle Zielvereinbarungen herausfinden. Und diese bewahren ein Unternehmen dann auch vor einer ausgewachsenen Überwachungsmanie.
