After-Sales-Geschäft im Kfz-Markt erscheint ausbaufähig
Berechnungen haben gezeigt, dass bei allen Automobilherstellern und Autohäusern noch erheblicher Spielraum besteht, das Servicegeschäft substanziell auszubauen; so "IMPULS Management Consulting". Der Serviceberater geht davon aus, dass die Abschöpfung des After-Sales Umsatzpotenzials derzeit schwankt; und zwar je nach Hersteller zwischen 40 und 65 Prozent in den "Kernmärkten". Dabei soll der aktuelle Umsatzanteil des After-Sales Geschäftes von Automobilherstellern rund 20 Prozent betragen, woraus bereits über 50 Prozent der Gewinne generiert werden.
Kontraproduktiv wirkt dabei die durchschnittliche Jahresfahrleistung vom Kraftfahrzeugen, die von IMPULS in 2015 bei etwa 12.000 Kilometern gesehen wird; im Vergleich hierzu wurden im Jahr 2000 noch durchschnittlich 13060 Kilometer gefahren; in 2008 waren dies 12490 Kilometer. Auch sorgt die steigende Qualität der Fahrzeuge zunehmend für ein abnehmendes After-Sales-Geschäft; in diese Richtung wirkt auch der eher "gesättigte Kraftfahrzeugmarkt". Außerdem werden Fahrzeughalter bei der Instandhaltung ihrer Pkws offenbar immer sparsamer.
Vernachlässigte Fahrzeuge erhöhen allerdings die Anzahl der Pkws mit erheblichen Mängeln; sodass durch deren Behebung das Servicegeschäft wieder gestärkt wird. Hinzu kommt beispielsweise, dass der Elektronikanteil in den Fahrzeugen auf Basis der Herstellkosten im Jahr 2015 bereits über 40 Prozent beträgt. Dies führt zu einer Erhöhung der Ersatzteilpreise und der Verringerung von "do-it-yourself -Reparaturen"; so die Ergebnisse einer neuen IMPULS-Studie zum After Sales-Geschäft von Automobilherstellern und Autohäusern.
Quelle: IMPULS Management Consulting GmbH; www.impuls-consulting.de
