Ausbildung setzt Bildung voraus
Eine gute schulische Bildung ist die Basis für eine spätere betriebliche Ausbildung. Ob chronisch unterfinanzierte Schulen allerdings eine solche Basis liefern können ist mehr als fraglich: denn zurzeit verlassen 60.000 junge Menschen die Schule ohne Abschluss; so der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft.
Hinzu kommt, dass die Anzahl der Schulabgänger in den nächsten 10 Jahren offenbar um mehr als 100.000 zurückgeht. Damit ist zweifelsfrei, dass sich die Qualität der Schulbildung immer stärker auf jeden einzelnen Schüler konzentrieren muss: Schließlich sollen verfügbare Ausbildungsplätze auch besetzt werden können; und entsprechende Anforderungen werden bestimmt nicht geringer.
Die hohe Anzahl der Schulabbrecher mag auch ein Indiz dafür sein, dass das Betreuungsverhältnis von Lehrern zu Schülern spürbar zu verbessern ist. In diesem Zusammenhang wäre sicherlich auch sehr aufschlussreich zu erfahren, ob sich Lehrkräfte mittlerweile als Bildungsdienstleister verstehen; und als solche den individuellen Informationsbedarf ihrer "Kunden" auch ermitteln und anregen können.
Hintergrund: Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) fordert höhere Investitionen für eine Verbesserung der Schulbildung; und kritisiert, dass schulpolitische Debatten lediglich immer neue Reformprojekte hervorbringen, ohne die finanzielle Ausstattung zu berücksichtigen.
Quelle: Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft - BDWi; www.bdwi-online.de
