Ausrüstungsinvestitionen sind rückläufig

Wenn Unternehmen jetzt investieren, dann geht es in der Regel um Rationalisierungen oder um alte Anlagen; aber für eine Erweiterung der Kapazitäten ist auf absehbare Zeit offenbar kein Bedarf. Immerhin bewerten 54 Prozent der Industrieunternehmen ihre Produktionskapazitäten derzeit als zu groß; so das Institut für Wirtschaftsforschung. 

Für die betrachteten ersten drei Quartale ergibt sich eine Schrumpfung der Ausgaben für Maschinen, Geräte und Fahrzeuge in einer Größenordnung von acht bis neun Prozent. Im Jahresdurchschnitt wird für 2009 ein Minus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Im Jahr 2010 soll sich die Abwärtsdynamik etwas abschwächen. Das ungünstige Investitionsklima macht sich besonders in der Automobilbranche und in der Leasingwirtschaft bemerkbar.

Ein wichtiger Grund für die geringe Nachfrage nach Investitionsgütern ist die schlechte Auslastung der technischen Kapazitäten in der Industrie. Im Juli 2009 lag der Auslastungsgrad mit 71,8 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt von 83,6 Prozent; nach Aussage des ifo Instituts.

Quelle: ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. an der Universität München; www.cesifo-group.de