Banker offenbaren Wissenslücken

Beratungen für Bankkunden sind offenbar weiterhin kritisch zu bewerten. In einer Stichprobenuntersuchung sollten 10 Banker ausrechnen, wieviel Geld einer heute 32-jährigen Person im Alter fehlt, wenn diese ihren gewohnten Lebensstandard halten will. Das Ergebnis zeigt, dass 9 von 10 ausgewählten Bankern Probleme hatten, die Vorsorgelücke für die Altersversorgung korrekt zu ermitteln.

Die "Testperson" hätte für das Jahr 2044 vor einer Rentenlücke von 750 Euro im Monat gewarnt werden müssen. In sechs Fällen unterschätzten die Berater diese Lücke, und kamen auf Fehlbeträge zwischen Null und 620 Euro im Monat. Bei einem weiteren Berater stimmte das Endergebnis nur deshalb, weil sich zwei Rechenfehler neutralisierten. Und zwei Berater waren immerhin aufrichtig genug, um zu erklären, dass sie den zusätzlichen finanziellen Bedarf nicht schätzen können.

Hintergrund: Dieses Ergebnis resultiert aus einer gemeinsamen Stichprobe der WDR-Verbrauchersendungen "markt" und "WDR 2 Quintessenz". Die Redaktionen hatten Tester in Köln und Iserlohn in zehn Banken und Sparkassen geschickt. Mit der Auswertung wurde Prof. Rüdiger von Nitzsch beauftragt; Inhaber des Lehrstuhls für Entscheidungsforschung und Finanzdienstleistungen an der RWTH Aachen.

Quelle: Westdeutscher Rundfunk Köln; www.wdr.de

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