Damit Smart Metering ein Erfolg wird
Intelligente Stromzähler haben nach Ansicht der Verbraucher vor allem den Vorteil, dass sie mehr Transparenz schaffen: Als besonders attraktiv bewertet ein Drittel der Energiekunden die Möglichkeit, den Stromverbrauch dabei künftig selbst kontrollieren und steuern zu können.
Ein weiteres Drittel der Endkunden legen Wert auf eine genaue monatliche Abrechnung des tatsächlichen Stromverbrauchs, vergleichbar mit der Telefonrechnung. Nur jeder zehnte Befragte sieht allerdings ein hohes Sparpotenzial durch den Einbau intelligenter Zähler. Außerdem fühlt sich immer noch jeder zweite Verbraucher schlecht über die neue Stromzählergeneration informiert; so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Steria Mummert Consulting.
Die neuen Stromzähler sollen offenbar nicht nur für mehr Transparenz sorgen und einen sparsameren Umgang mit Energie ermöglichen, sondern sind auch die Voraussetzung, um intelligente Stromnetze zu schaffen. So soll ein hochkomplexer Netzbetrieb realisiert werden: weg von der stetigen zentralen Stromerzeugung, hin zur dynamischen, dezentralen Stromerzeugung; und das mittels umweltfreundlicher Technologien.
Hintergrund: In Deutschland läuft die Zeit der alten, klassischen Drehscheibenzähler ab. Neue Systeme sind ab Januar 2010 Pflicht in jedem Neubau oder nach grundlegenden Renovierungsarbeiten. In den kommenden Jahren sollen intelligente Geräte genau erfassen, wann wieviel Strom verbraucht wird; bei sekundengenauer Abfrage. Auch Gas- und Wasserverbrauch können über die neue Technik mit einbezogen und transparent gemessen werden. Andere europäische Länder sind bereits wesentlich weiter als die Bundesrepublik. So waren in Italien im Jahr 2008 bereits 86 Prozent der Haushaltskunden mit intelligenten Stromzählern ausgestattet. In Schweden konnte inzwischen sogar eine nahezu hundertprozentige Abdeckung erreicht werden.
Quelle: Steria Mummert Consulting AG; www.steria-mummert.de
