Energieversorgung der Zukunft wird chemischer
Die Chemieforschung hat den Anspruch, den Primärenergiebedarf in Deutschland in den nächsten 20 Jahren zu einem Fünftel zu decken; dabei geht es sowohl um Energieeinsparung als auch um zu erschließende Ressourcen.
Innovative chemische Verfahren, neue Materialien und Hilfsstoffe repräsentieren das Einsparpotenzial. Hiermit sollen sich die bisherigen fossilen Energieträger wie Erdöl oder Erdgas effizienter nutzen lassen; auch regenerative Technologien zur Energiegewinnung aus Wind-, Solar- oder Bioenergie sollen auf dieser Basis forciert werden.
Konkret geht es beispielsweise um Solarzellen mit höherem Wirkungsgrad; durch die Verwendung von Brennstoffzellen soll Energie eingespart werden; Leuchtmittel sollen effizienter und Materialien zur Wärmedämmung wirkungsvoller einsetzbar sein; substanziell ist offenbar auch die Optimierung von Technologien zur Energiespeicherung, - sowohl in Gebäuden als auch bei Batterien für Fahrzeuge.
Relevant sind aber auch Rohstoffquellen, die bisher noch nicht in vollem Umfang genutzt werden konnten; und das betrifft beispielsweise die Öllagerstätten oder die Energiegewinnung aus holzartigen pflanzlichen Abfällen.
Hintergrund: Vorgenannte Erkenntnisse sind das Fazit des Positionspapiers „Energieversorgung der Zukunft - der Beitrag der Chemie: Eine quantitative Potenzialanalyse", das die deutschen Chemieorganisationen am 10.11.2009 in Frankfurt vorgestellt haben.
Quelle: Verband der Chemischen Industrie e.V., www.vci.de
