Europäischer Lastschriftservice soll Banken entlasten
Ein neuer Service ermöglicht es Finanzinstituten jeder Größe, die komplette Abwicklung von Lastschriften im europäischen Zahlungsraum auszulagern.
Das Angebot richtet sich an Finanzinstitute in der Schweiz und den weiteren 30 Ländern des einheitlichen Euro-Zahlungsraums, die ihren Kunden den Einzug europaweit standardisierter Euro-Lastschriften ermöglichen wollen; und zwar ohne kostspielige Anpassung der eigenen Zahlungsverkehrsinfrastruktur. Die technischen Voraussetzungen für die europaweit regelkonforme Abwicklung von sogenannten "Single Euro Payments Area"-Lastschriften bieten SIX Group und SECB.
Das gemeinschaftliche Dienstleistungspaket wurde im Auftrag des Finanzplatzes Schweiz und unter Mitwirkung von Schweizer Finanzinstituten von SIX Interbank Clearing und SIX Paynet zusammen mit der SECB entwickelt.
Hintergrund: Die Europäische Union und die Europäische Zentralbank treiben seit Jahren die Umsetzung des einheitlichen Euro-Zahlungsraumes (Single Euro Payments Area, SEPA) konsequent voran. Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die technischen Standards zur Abwicklung der bargeldlosen Zahlungstransaktionen werden vereinheitlicht. Mit diesen Massnahmen wird die Liberalisierung und Öffnung der Märkte im Euroraum angestrebt.
Mit der Einführung der SEPA-Überweisung in 31 europäischen Ländern - darunter die Schweiz und Liechtenstein - im Januar 2008 wurde europaweit der erste Meilenstein durch die Europäischen Bankenverbände (European Payments Council, EPC) gesetzt. Im November 2009 wird das SEPA-Lastschriftverfahren eingeführt, und ab 2010 werden die SEPA-Kartenzahlungen folgen.
Quelle: SIX Group AG; www.six-group.com
