Gesteigerte Ansprüche im Software-Einsatz
Informatiker sollen konkrete Richtlinien für ihren Entwicklungsprozess erhalten, um die Qualität von Software nachweisbar sicherzustellen: für Zuverlässigkeit, Sicherheit oder Wartbarkeit. So der Informatikprofessor Manfred Broy von der TU München.
Bereits bestehende, standardisierte Rahmenwerke für Softwarequalität wie ISO 9126 oder ISO 25000 werden von Softwareentwicklern offenbar kaum direkt angewandt, da dort die Kriterien zu allgemein und schwer auf individuelle Software-Entwicklungsprojekte übertragbar sind. Und manche Unternehmen behelfen sich mit eigenen Qualitätsrichtlinien, wobei häufig nur ausgewählte Qualitätsmerkmale berücksichtigt werden.
Vor diesem Hintergrund wird ein neues Projekt gestartet, an dem Capgemini sd&m, Fraunhofer IESE, itestra, SAP, Siemens und die TU München zusammenarbeiten. Ziel ist es, ein Gütesiegel „Made in Germany“ auch für Software zu etablieren.
Quelle: Technische Universität München; Informatikprofessor Manfred Broy
