Kreditinstitute planen Honorarberatung

Verlorenes Kundenvertrauen soll durch eine unabhängige, kostenpflichtige Finanz- und Vermögensberatung zurückgewonnen werden; damit wären solche Beratungsleistungen nicht mehr an Provisionen der Bank-Mitarbeiter gekoppelt; so das Ergebnis einer Umfrage von Steria Mummert Consulting.

Obwohl diese Lösung von jedem dritten deutschen Kreditinstitut geplant ist, wird deren Nutzen dennoch unterschiedlich beurteilt. Von staatlichen Stellen wird die Honorarberatung offenbar forciert, während sich die deutschen Bankkunden zurückhaltend verhalten. Ob sich dieses Modell letztlich durchsetzt, hängt davon ab, in welchem Verhältnis der Beratungsaufwand zur Investition steht; erforderlich sind deshalb zielgruppengerechte Preismodelle und Beratungsmodule; so die Stellungnahme von Steria.

Das Consulting-Unternehmen verweist auf die einheitliche Expertenmeinung: ein Rückgang der Provisionsberatung ist nur eine Frage der Zeit. Das zeigt sich bereits im europäischen Ausland. In den Niederlanden wurden die Mitarbeiter-Abschlussprovisionen seit Jahresbeginn vom Gesetzgeber stark eingeschränkt. In Großbritannien soll laut Plan der Finanzaufsicht FSA die Provisionsberatung innerhalb der nächsten drei Jahre abgeschafft werden. Als Alternative würde damit das Honorarmodell weiter in den Vordergrund rücken.

Quelle: Steria Mummert Consulting AG; www.steria-mummert.de