Kunden bemängeln Service grafischer Maschinenhersteller
Es gibt offenbar Verbesserungspotenzial in den Serviceorganisationen der grafischen Industrie. Für acht Systemkategorien hat APENBERG+PARTNER die Qualität der Serviceleistungen im Rahmen einer Onlinebefragung ermittelt. Dabei wurde in der Rubrik "Regelmäßige Wartungsarbeiten" 14 mal mit "Gut" bewertet und 11 mal mit "Befriedigend". Für außerplanmäßige Instandsetzung und Reparatur sieht das Ergebnis ähnlich aus: mit 15 "Gut-Bewertungen" und 10 Bewertungen mit "Befriedigend".
In der Rubrik "Außerordentliche Serviceleistungen ändert sich das Bild dramatisch. Hier sind nur noch 2 "Gut-Bewertungen" zu finden, 20 Bewertungen mit "Befriedigend" und sogar 3 Beurteilungen, die hier lediglich ausreichende Leistungen bescheinigen. Allerdings beziehen sich die außerordentlichen Serviceleistungen nur auf die "Verbesserungen ohne besonderen Auftrag" und die "Kulanzbereitschaft".
Das schlechte Abschneiden der Serviceanbieter in diesem Bereich ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass sich im Maschinenbau generell die Einsicht durchsetzt, Kunden vom Wert ihrer Serviceleistungen zu überzeugen; und bisher kostenlos durchgeführte Leistungen nunmehr auch zu vermarkten.
Insgesamt hat APENBERG+PARTNER Kunden von 19 grafischen Maschinenherstellern im 1. Quartal 2009 befragt: 169 Entscheider aus Produktionsbetrieben der deutschen Druckindustrie; das Consultingunternehmen verweist darauf, dass die Befragung auf Wunsch ihrer Klienten durchgeführt wurde.
Auf dem Prüfstand befanden sich die Unternehmen: Heidelberger Druckmaschinen; Fujifilm, Agfa Graphics; Kodak; Océ; Xerox Corporation; HP Indigo; König & Bauer AG; manroland AG; KOLBUS; Müller Martini; Ferag AG; Horizon; Bäuerle; MBO Binder; GUK Falzmaschinen; Polar Mohr; Perfecta Schneidemaschinen; Wohlenberg; davon einige Unternehmen in mehreren Systemkategorien.
Quelle: Apenberg+Partner GmbH - Print Business Consultants; Das Unternehmen versteht sich als eine der führenden Managementberatungen der Printmedien und Druckindustrie.
