Produktpiraterie ist immer noch präsent
Bekanntlich werden nicht nur Luxusgüter gefälscht, sondern in zunehmendem Maße auch Technologiegüter, inklusive Ersatzteile. Nach Schätzungen der OECD beläuft sich der weltweite Schaden durch gefälschte Waren pro Jahr auf mindestens 150 Mrd. Euro. Die Einkommenseinbußen deutscher Unternehmen sollen dabei deutlich im zweistelligen Milliardenbereich liegen.
Insofern ist auch nachvollziehbar, dass die Produkt- und Markenpiraterie nicht nur zu direkten wirtschaftlichen Schäden führt, sondern sich auch negativ auf die Innovationsneigung von Unternehmen auswirkt. Außerdem schätzt das Institut der Deutschen Wirtschaft, dass in Deutschland durch Produktpiraterie 70.000 Arbeitsplätze verloren gegangen sind.
Hier sollen nun politische Aktivitäten entgegenwirken, um die nationalen und internationalen Rahmenbedingungen entsprechend zu verbessern: zum Schutz und zur effektiven Durchsetzung der Rechte am geistigen Eigentum. Außerdem soll das Unrechtsbewußtsein der Kunden geschärft werden, um so der Produkt- und Markenpiraterie den Boden zu entziehen.
Am 26. Februar 2009 hat der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM e.V.) seine Wanderausstellung unter dem Namen "Schöner Schein - Dunkler Schatten" eröffnet. Die Ausstellung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie finanziell unterstützt.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
