TÜV minimiert Nanorisiken durch Produktzertifikat
Die Sicherheitskriterien von Nanoprodukten werden auf den Prüfstand gestellt. Bis Ende 2009 soll eine Produktzertifizierung für die Nanotechnologie entwickelt sein; das zumindest hat sich der TÜV SÜD vorgenommen. Als Basis einer Zertifizierung dient ein entsprechendes Risikomanagementsystem beziehungsweise Monitoringsystem. Hiermit soll es erstmals möglich sein, potenzielle Risiken und Chancen der Nanotechnologie rasch und umfassend zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten.
Das erscheint dringend erforderlich, wenn man bedenkt, dass eine Vielzahl von Nanoprodukten bereits europaweit im Handel sind und monatlich etwa 10 weitere hinzu kommen. Und bislang liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Auswirkungen von Nanopartikeln auf Mensch und Umwelt vor; so der TÜV SÜD.
Im Fokus sind zunächst die wichtigsten physikalisch-chemischen Parameter, die auf dem jeweils aktuellen Stand der Technik zu bewerten sind; zumindest solange, bis verbindliche normative oder gesetzliche Regelungen vorliegen. Allerdings wird die Entwicklung zuverlässiger Kriterien durch die Verschiedenheit der Nanoprodukte erschwert; zumal der Einsatz von Nanomaterialien auf neue Produkteigenschaften ausgerichtet ist.
Dabei wirkt die mögliche Herstellung von reißfestem Papier oder schmutzresistenten und knitterfreien Textilien eher unspektakulär; mit einer Tapetenfarbe, die gleichzeitig als luftreinigender Katalysator wirkt, wird die Dimension der Nanotechnologie dann doch deutlicher. Mehr hierzu auf der ACHEMA 2009, vom 11. bis 15.05.2009 in Frankfurt; mit einem Fachvortrag am 14.05.2009, von Gerhard Klein, Leiter der Abteilung Risikomanagement bei der TÜV SÜD Industrie Service GmbH.
