Anwender bestimmen die Innovation

Auch Hersteller von Produktionssystemen stehen zwischen dem Anspruch innovativ zu sein und dem Vorwurf „overengineering“ zu betreiben. Die Grenze ist fließend, doch es gibt Orientierungspunkte; für den Fall, dass entsprechende Umfragen eher dürftig ausfallen.

  • Grundsätzlich hat jeder Betreiber den Wunsch, seinen Maschinenpark größtmöglich zu standardisieren. Und modular aufgebaute Systeme mit optionalen Erweiterungsmöglichkeiten kommen dieser Strategie durchaus entgegen.
     
  • Features, die geeignet sind, technische Systeme bedienungsfreundlicher zu machen, werden von den Anwendern sicher nicht als overengineering eingestuft; das gilt etwa für Verbesserungen, die darauf ausgerichtet sind, sogenannte "Rüstzeiten" zu reduzieren.
     
  • Auch die webbasierte Zustandsüberwachung von Produktionssystemen hat sicher nichts mit overengineering zu tun; von Remote-Service-Plattformen, mit integrierten Möglichkeiten für "Fernzugriff", "Condition Monitoring" und "Videotechnologie" lassen sich immer mehr Betreiber überzeugen.

Trotzdem gibt es immer auch Kunden, die „vertraute Lösungen“ nicht aufgeben wollen; für radikale Innovationssprünge ist dort nur wenig Raum; zunächst jedenfalls. Zukunftsorientierte Unternehmen sollte das keinesfalls hindern, sich proaktiv mit grenzüberschreitenden Innovationen zu beschäftigen.

Bezug: HAAS Schleifmaschinen GmbH; Overengineering: Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht

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