Defizite der Geldwäschebekämpfung angeprangert
Geldwäscher haben ein leichtes Spiel, solange sie die Banken umgehen und beispielsweise in Kasinos, bei Juwelieren und Immobilienmaklern aktiv werden; zwar sind diese auch verpflichtet, Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung zu treffen, unterliegen offenbar aber keiner effektiven Kontrolle.
Auf entsprechende Defizite in Deutschland hat die OECD mit einer Studie hingewiesen und zahlreiche Mängel bei der Umsetzung der internationalen Vorgaben gegen Geldwäsche angeprangert. Fakt ist, dass Deutschland nur 5 von 128 untersuchten Kriterien in allen Facetten erfülllt: Mutual Evaluation of Germany
Eine der weiterführenden Maßnahmen wäre: Sobald Geschäfte von mehr als 15.000 Euro getätigt werden, müssen Kunden sich nicht nur identifizieren, sondern gegebenenfalls nachweisen, woher die Gelder stammen; das würde den Kontrollen der Banken entsprechen.
Hintergrund: Zwischen 40 und 60 Milliarden Euro aus kriminellen Aktivitäten werden jährlich in Deutschland in das Finanzsystem eingeschleust. Deutschland wird beim Kampf gegen Geldwäsche künftig internationale Standards nur dann einhalten, wenn neben den Kreditinstituten allen anfälligen Wirtschaftszweigen strenge Compliance-Richtlinien auferlegt werden; so Steria Mummert Consulting
