Emissionshandelssektor in Deutschland eher verkaufsorientiert

Die emissionshandelspflichtigen Anlagen in Deutschland haben im Jahr 2009 insgesamt 428,2 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen. Damit sind die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 44,3 Millionen Tonnen CO2 oder 9,4 Prozent gesunken.

Die einzelnen Branchen sind aber nicht gleich stark betroffen; und es gibt in allen Tätigkeitsfeldern Anlagen mit mehr und weniger CO2-Emissionen gegenüber dem Vorjahr:

  • In den Großkraftwerken: - 30 Millionen Tonnen (- 8%)
  • In der Eisen- und Stahl-Industrie und den Kokereien: - 8,5 Millionen Tonnen (- 25% )
  • In der mineralverarbeitenden Industrie für Zement: - 1,7 Million Tonnen (- 8 Prozent)
  • In der mineralverarbeitenden Industrie für Branntkalk: - 1,8 Million Tonnen (- 22 %%)
  • In der mineralverarbeitenden Industrie für Glas: - 0,3 Million Tonnen (- 8 %)
  • In der Zellstoff- und Papierindustrie: - 9,5 %
  • In den Raffinerien: unverändert


Hintergrund
: Das deutsche Budget des Emissionshandelssektors für die Handelsperiode 2008-2012 beträgt jährlich 451,86 Millionen Emissionszertifikate; die aus dem deutschen Budget im Markt verfügbare Menge von circa 431 Millionen Zertifikaten entspricht etwa der gesamten Jahresemission in 2009 von gut 428 Millionen Tonnen CO2. Damit ist der Emissionshandelssektor in Deutschland im europäischen Markt eher Verkäufer als Käufer.

Insgesamt sind Betreiber von 1654 Anlagen der Energiewirtschaft und der emissionsintensiven Industrie in Deutschland verpflichtet, die Emissionen jährlich zu melden. Bis zum 30. April 2010 müssen diese Betreiber die entsprechende Zertifikatsmenge bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt abgeben; und damit die Emissionen ihrer Anlagen im Jahr 2009 ausgleichen.

Quelle: Umweltbundesamt; www.umweltbundesamt.de

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