Europa verschiebt Deadline für saubere Luft

Das Ziel steht fest: Bis 2020 soll in Europa eine Luftqualität erreicht sein, die keine erheblichen negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt hat und keine entsprechenden Gefahren verursacht. Doch offenbar mangelt es an Best-Practice-Maßnahmen, um die vorgegebenen Grenzwerte zu erreichen.

Es gibt zwar eine Reihe von Vorschlägen, aber die sind umstritten; zumal sie sich mehrheitlich direkt gegen das Transportgewerbe und den Handel richten, beispielsweise:

  • Ökologisches Management von Baustellen,
  • Geschwindigkeitsbeschränkungen,
  • Verkehrsbeschränkungen,
  • Umweltzonen,
  • Nachrüstung von Autos mit Partikelfiltern,
  • Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs.

Auf der Basis verlässlicher Messwerte sollen nun Best-Practice-Beispiele aus ganz Europa alternative Möglichkeiten eröffnen; die Maßnahmen sollen effektiv sein, und auch in andere Regionen übertragen werden können.

Hintergrund: Die europäische Luftqualitätsstrategie "CAFE" (Clean Air for Europe) legt Grenzwerte für zwölf Luftschadstoffe fest; etwa für Ozon, Stickstoffdioxid, Feinstaub und Benzol. Bislang haben 19 von 27 Mitgliedstaaten bei der EU-Kommission um Verlängerung der Frist für die Einhaltung des Feinstaubgrenzwerts ersucht. Zahlreiche weitere Anträge auf Fristverlängerungen für Stickstoffdioxid und Benzol werden erwartet.

Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. ; www.dihk.de

Artikel abgelegt unter: Emission, Methode, Richtlinie, Verkehrsfluss