Großbritannien setzt auf Windparks
Mehrere deutsche Unternehmen dürfen sich am Bau von Offshore-Windparks vor der britischen Küste beteiligen; so das Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens der "britischen königlichen Liegenschaftsverwaltung Crown Estate".
Sowohl die Energieversorger E.ON und RWE als auch ein Konsortium aus Siemens und Hochtief gingen bei einem Ausschreibungsverfahren der britischen königlichen Liegenschaftsverwaltung Crown Estate als Gewinner hervor. Großbritannien löst sich mit diesen Projekten mit einer Gesamtkapazität von 25.000 Megawatt aus der fossilen Umklammerung; so der Bundesverband WindEnergie. Mit einem weiteren Schritt soll auch das Potenzial der Windenergie an Land genutzt werden.
Hintergrund: Bei der Vergabe der Baurechte handelt sich um neun Windparks, die im Wasser vor der Küste des Vereinigten Königreichs gebaut werden sollen. Es ist eines der größten Windkraft-Projekte der Welt. Die Windparks sollen ein Viertel des britischen Energiebedarfs decken. Heute decken Wind, Sonne & Co in Großbritannien gerade einmal zwei Prozent des Strombedarfs; zum Vergleich: Deutschland liegt aktuell bei etwa 16 Prozent. Baubeginn der Offshore-Windparks könnte frühestens 2013 sein. Die Kosten werden auf bis zu 100 Milliarden Pfund (110 Mrd. Euro) geschätzt. Die britische Regierung unterstützt finanziell den Bau der Projekte. Weitere Informationen unter www.number10.gov.uk/Page22055 und Crown Estate unter www.thecrownestate.co.uk/newscontent/92-r3-developers.htm
Quelle: Bundesverband WindEnergie e.V.; www.wind-energie.de
