Materialkosten im Fokus

Unternehmen sollen materialeffizienter und damit wirtschaftlicher produzieren; das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie stellt hierzu einen Selbst-Check zur Verfügung, um in erster Annäherung mögliche Einsparpotenziale zu erkennen. Darüberhinaus besteht für mittelständische Unternehmen die Möglichkeit, auch auf eine externe, kompetente Beratung zurückzugreifen: gefördert durch das sogenannte BMWi-Impulsprogramm.

Die "Deutsche Materialeffizienzagentur" (demea) definiert Materialeffizienz vereinfacht als das "Verhältnis der Materialmenge in den erzeugten Produkten zu der für ihre Herstellung eingesetzten Materialmenge"; zur Verbesserung der Materialeffizienz wird auch die Standzeitverlängerung durch Materialsubstitution, bessere Produktkonstruktion, Monitoring  oder intelligentere Wartung gezählt.

Hierbei ist der Interessenskonflikt offenkundig; etwa zwischen Maschinen- und Anlagenbauern und den Betreibern entsprechender Produktionssysteme. Sicherlich haben Betreiber einen möglichst preiswerten Produktionsbetrieb im Blick, und unternehmen alles, um ihre Kosten zu senken. Maschinen- und Anlagenbauer hingegen sehen im Ersatzteilgeschäft eine tragende Umsatzquelle, die es zu steigern gilt; auch mit "definierten" Standzeiten der Produkt-Baugruppen.

Der Trend ist trotzdem eindeutig: Gesucht sind Hersteller, die besonders materialeffiziente Produkte und Serviceleistungen anbieten. Entsprechende Beratungsleistungen, um diese zu finden, sind verfügbar,- neutraler Beraterstatus vorausgesetzt.

Hintergrund: Der Materialeinsatz im produzierenden Gewerbe macht rund 46 Prozent der Kosten aus. Ein durchschnittliches Sparpotenzial von 220.000 Euro pro Jahr gilt als realistische Einschätzung. Der Materialeffizienz-Selbstcheck steht kostenlos unter www.materialeffizienz-selbstcheck.de zur Verfügung.

Quellen: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, www.bmwi.de ; Deutsche Materialeffizienzagentur VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, www.materialeffizienz.de