Mit aufgerüstetem Handy gegen Plagiate

Funkchips, eingebettet in einem Etikett oder auf eine Verpackung aufgedruckt, enthalten die rechtmäßigen Herstellerinformationen; oder auch nicht. Um das zu überprüfen, nimmt ein auf die Markierung gerichtetes Handy automatisch Verbindung mit dem Hersteller auf: Dessen Rückmeldung wird dann Klarheit schaffen.

So soll der Markenschutz künftig funktionieren und den Plagiaten keine Chance mehr lassen. Realisiert wird das mittels elektrisch kodierten Funketiketten, die Produkte mit den Sicherheitsarchitekturen ihrer rechtmäßigen Hersteller vernetzen; und damit direkt am "Point of Sale" Fälschungen entlarven. Die moderne Drucktechnik will hierbei mit sogenannten "Funktionsdrucks" eine führende Rolle übernehmen; über winzige mikroelektronische Systeme auf organischen Substraten: dünnen flexiblen Kunststofffolien.

Mit Funkchips liefern Verpackungen nicht nur Informationen wie Preis und Haltbarkeit; vielmehr verbinden sie das Produkt über eine weiträumig vernetzte Sicherheitsarchitektur zurück zum Hersteller. In diesem Sinne erkennt das sogenannte "Smart Packaging" beispielsweise, ob eine Verpackung schon mal geöffnet wurde.

Hintergrund: Auf 250 Mrd. Dollar schätzt die OECD den Schaden, der 2009 weltweit durch Produktpiraterie materieller Güter entstanden ist. Andere Schätzungen sprechen von 750 Mrd. Dollar. Und nicht nur Konsumgüter sind begehrte Objekte der Produktpiraterie in langen globalen Lieferketten. Auch die Einkäufer industrieller Komponenten und Ersatzteile kämpfen gegen Falsifikate mangelnder Qualität. Mehr hierzu auf der LOPE-C 2010 (Large-area, Organic and Printed Electronics Convention) vom 31. Mai bis 2. Juni 2010 in Frankfurt.

Quelle: Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH; Organic Electronics Association (OE-A); www.lope-c.com