Neuralgische Streckenabschnitte erhalten Grünbrücken

Als wichtigste Sicherungseinrichtungen an Fernstraßen haben sich Wildschutzzäune bewährt; diese sind noch wirksamer, wenn sie durch Grünbrücken ergänzt werden. Solche Maßnahmen reduzieren die Anzahl der Unfälle durch Wildwechsel und vernetzen gleichzeitig die Wildlebensräume.

Derzeit ermittelt eine Arbeitsgruppe aus den Bundesministerien für Umwelt und Verkehr die wirkungsvollsten Standorte für neue Grünbrücken; auch im Hinblick auf den Straßenneubau. Darüberhinaus empfiehlt es sich weiterhin, auf neuralgischen Streckenabschnitten auch die Fahrweise entsprechend anzupassen.

Hintergrund: Der ADAC unterstützt ein Programm zur Wiedervernetzung von Lebensräumen, das der Club zusammen mit dem Bundesumweltministerium auf einer Fachtagung in Berlin vorgestellt hat; dazu stehen ca. 60 Millionen Euro aus dem "Konjunkturprogramm II" zur Verfügung.
In 2008 wurden ca. 3 000 Menschen bei Wildunfällen verletzt, 27 davon tödlich. Jäger, Polizei und Versicherer verzeichnen jährlich knapp 250 000 Kollisionen mit Wildtieren – mit hoher Dunkelziffer.

Quelle: ADAC; www.adac.de