Produktvarianten mit Komplexitätsmanagement beherrschen
Im Umgang mit vielfältigen Produktprogrammen und Produktfunktionen sind Vorgehensweisen gefragt, mit denen sich komplexe Verhältnisse kontrollieren lassen. Das wzlforum der RWTH Aachen schlägt hierzu vor, Unternehmensressourcen fokussiert einzusetzen, ohne sich dabei zu verzetteln.
Grundlegende Ansätze sind hierbei:
- Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen
- Wichtiges von Dringlichem zu trennen
- Fundierte und nachhaltige Entscheidungen zu fällen
- Grundsätzliche Methoden zum Komplexitätsmanagement zu überblicken
- Ein unternehmensspezifisches Methodenbündel auszuwählen
Immerhin geben 78 Prozent befragter Unternehmen an, dass die Anzahl ihrer Produktvarianten zu hoch ist; auf entsprechende Studienergebnisse verweist das Schuh&Co Komplexitätsmanagement und propagiert beispielsweise die standardisierte Modularisierung und reduzierte Baugruppenvielfalt.
Entsprechend soll auch im RWTH Zertifikatskurs Komplexitätsmanagement vermittelt werden, wie Produktkomplexität beherrschbar ist, etwa unter Berücksichtigung folgender Bereiche:
- Kundenorientierte Sortimentspolitik
- Strategische Variantenplanung
- Produktarchitekturgestaltung
- Baukastenentwicklung
- Produktdatenmanagement
Darüberhinaus sollte die Produktentwicklung natürlich nicht am Kunden vorbeigehen; solche Befürchtungen sind nicht unbegründet, erinnert man sich an das Ergebnis einer Studie, die von Steria Mummert Consulting, Handelsblatt, dem I.VW der Universität St. Gallen und ServiceRating in 2009 durchgeführt wurde; mit dem Ergebnis, dass 38 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Kunden bei der Produktentwicklung außen vor lassen.
Letztlich muss der Service mit entsprechenden Konzepten und einem attraktiven Serviceportfolio für die Verfügbarkeit der im Markt platzierten Produkte sorgen; so komplex sie auch sein mögen.
