Reparaturmechanismen in lebenden Zellen sichtbar gemacht

Die Effekte niedriger Strahlendosen auf menschliche Zellen sollen näher erforscht werden. Als Quellen für eine schwache Strahlenbelastung zählen beispielsweise das "natürlich" im Boden vorkommende Radon oder gelegentliche Röntgenaufnahmen. Fakt ist offenbar, dass solche Bestrahlungen unmittelbar Reaktionen und Reparaturprozesse in den Zellen auslösen.

Um weiterführende Erkenntnissse zu gewinnen, werden mit Hilfe eines sogenannten "Mikro-Ionenstrahls" die Bestandteile lebender Zellen gezielt mit "einzelnen oder abgezählten Teilchen" bestrahlt. Innerhalb von Sekunden oder Minuten setzen Reparaturmechanismen ein, die durch einen Fluoreszenzprozess sichtbar gemacht und in Echtzeit am Mikroskop verfolgt werden können. Mehr hierzu unter: DNA-Reparatur

Hintergrund: Über das Gesundheitsrisiko durch geringe Strahlendosen von weniger als 50 Millisievert (mSv) gibt es bisher kaum belastbare Daten und Berechnungen. Das „Live Cell Imaging“ genannte Verfahren soll Aufschluss über Strahlenschäden und die Abfolge von verschiedenen Reparaturmechanismen in den Zellen bringen; und auch zeigen, inwiefern Medikamente diese Prozesse beeinflussen könnten.

Quelle: Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB); www.ptb.de

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