Roboter sollen voneinander lernen
Zukünftig sollen Roboter ihr Wissen über Umgebungen und Handlungen in der weltweit nutzbaren Datenbank "RoboEarth" speichern. Andere Roboter können dieses Wissen dann abrufen, anwenden, verfeinern und erneut in der Datenbank ablegen.
Roboter auf der ganzen Welt werden so voneinander lernen und sich schneller an neue Umgebungen anpassen können; um Aufgaben zu erledigen, die sie niemals zuvor ausgeführt haben. "Roboter- Nutzer" profitieren davon, da in kürzerer Zeit ausgereiftes Know-how entsteht.
Insbesondere sollen Roboter die Menschen im Homecare- und Healthcare-Bereich stärker unterstützen: beispielsweise, indem sie Kranke an ihre Medikamente erinnern, Getränke reichen oder die Zeitung ans Bett bringen; angestrebt sind schnell verfügbare, hochwertige Serviceanwendungen. Roboter sollen sich in der Umgebung des Menschen selbstverständlich bewegen und allen Hindernissen ausweichen.
Hintergrund: Ein World Wide Web für Roboter – das ist das Ziel des neuen Forschungsprojekts RoboEarth mit einer EU-Förderung von 5,6 Millionen Euro. Hierzu wird an vier Forschungseinrichtungen jeweils ein Krankenhauszimmer als Forschungslabor eingerichtet: die hierbei eingesetzten Roboter sollen die Umgebungen erfassen und ihre Serviceleistung kontinuierlich optimieren.
Sechs europäische Forschungsinstitute beteiligen sich an dem auf vier Jahre ausgelegten Projekt; die Leitung hat die Eindhoven University of Technology; zu den Kooperationspartnern zählen die Universität Stuttgart, ETH Zürich, Universidad de Zaragoza, Technische Universität München und Philips Applied Technologies.
