Vermarktung beginnt mit der Patentanmeldung
Der "Innvoationsbericht 2009" von THOMSON REUTERS präsentiert die in 2009 erteilten und veröffentlichte Patentanmeldungen; für die "Twelve Key Industries and Their States of Innovation"; mehr hierzu unter http://ip.thomsonreuters.com/info/InnovRep/index.html
Irreführend hierbei ist, dass Patentaktivitäten und entsprechende Anmeldungen als Maßstab der Innovation betrachtet werden; wobei es vermutlich keinen anderen Maßstab gibt. Jedenfalls stellt das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln "nur" fest, dass die Zahl der Patentanmeldungen in Deutschland seit Jahren stagniert; und nicht etwa, dass die Innovationskraft schwindet.
"Forschung und Entwicklung" ist von Natur aus selbstverliebt und fokussiert perfekte Systeme. Und das mag dann auch zur Folge haben, dass die in Deutschland mannigfaltig initiierten Forschungsprojekte eher auf Endprodukte ausgerichtet sind und erfolgreich fixierte "Zwischenlösungen" eher bedeckt gehalten werden; mit der fatalen Konsequenz, dass sich auf dem globalen Patentmarkt die Wettbewerber frühzeitig die Rechte für vergleichbare Ideen sichern könnten.
Es klingt banal; aber wer forscht und entwickelt, muss natürlich auch wissen, wann der Zeitpunkt der Vermarktung gegeben ist; und der beginnt mit der Patentanmeldung.
Bezug: SPIEGEL; China und USA hängen deutsche Tüftler ab
