Wirtschaftliche Zuversicht für 2011: Handlungsbedarf bei Investitionen und Fachkräften
Generell sind die deutschen, gewerblichen Unternehmen mit der momentanen geschäftlichen Situation zufrieden; das belegt der Geschäftsklimaindex des Instituts für Wirtschaftsforschung im Januar 2011. Das gilt auch für das Dienstleistungsgewerbe, das auf einen kontinuierlichen Anstieg im Laufe der letzten acht Monate zurückblicken kann. Und dieser Trend wird auch für die nächsten sechs Monate erwartet. Entsprechend beabsichtigen Dienstleistungsunternehmen, in den kommenden Monaten vermehrt Mitarbeiter einzustellen.
Die Industrie wird als derzeit überdurchschnittlich ausgelastet bezeichnet. Der somit gesteigerte Betrieb von Geräten, Maschinen und Anlagen wird voraussichtlich auch den technischen Service stärker beanspruchen. Nachfolgend die servicespezifischen Indexveränderungen vom Januar 2010 zum Januar 2011. Nach der Einschätzung von ca. 2500 monatlichen Meldungen von definierten Unternehmen des sogenannten Dienstleistungssektors:
- hat sich das Geschäftsklima von +4,9 auf +28,0 erhöht
- hat sich die Geschäftslage von -2,0 auf +32,0 verbessert
- haben sich die Geschäftserwartungen von +12,0 auf +24,0 gesteigert

Der DIHK begrüßt den breit gefächerten Aufschwung, erkennt darin allerdings keinen Grund zum Ausruhen. Gefordert werden nationale Schuldenbremsen in der Eurozone sowie die Ausschöpfung des verfügbaren Fachkräftepotenzials; auch im Hinblick auf eine qualifizierte Zuwanderung. Der BDI verweist in diesem Zusammenhang auf die Schlüsselrolle von Investitionen, deren Bedingungen zu verbessern sind. Außerdem propagiert der BDI die Zeitarbeit sowie die befristete Einstellung von Arbeitnehmern als bedeutsame Möglichkeit, das Arbeitskräftepotenzial besser auszuschöpfen.
