Bitkom Research GmbH

Netzbetrieb mutiert zum Multimediadienst

Offenbar sollte die Telekommunikationsbranche ihr Kerngeschäft überdenken; denn das Vermitteln von Telefongesprächen ist schon seit vier Jahren rückläufig. Und für 2010 wird prognostiziert, dass die Netzbetreiber damit rechnen müssen, nur noch rund 60 Prozent ihres Gesamtumsatzes mit dem Abwickeln von Festnetz- und Mobilfunktelefonaten zu erzielen; so das European Information Technology Observatory (EITO).

Um dieses reduzierte Geschäftsvolumen zu kompensieren, drängt sich den Netzbetreibern auf, Softwaredienste und Internetdienste in ihr Portfolio aufzunehmen. Und das kommt auch den IT-Unternehmen entgegen, die damit Zugang zum Kundenstamm der Festnetz- und Mobilfunkanbieter erhalten.

Der IT-Berater Steria Mummert Consulting geht davon aus, dass für den Übergang vom Netzbetreiber zum Multimedia-Dienstleister eine neue Infrastruktur erforderlich ist; unterschiedliche Abläufe sind zu harmonisieren, IT-Landschaften miteinander zu verschmelzen und Begriffswelten zu vereinheitlichen. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Anbieter in den kommenden drei Jahren mehr finanzielle Mittel in besseren Service und kürzere Produkteinführungszeiten investieren.

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